Kulturwissenschaftler, Kommunist und Kunstsammler – zum Schicksal von Eduard Fuchs (1870 – 1940)
Veranstaltung der Staatsgalerie zum Internationalen Museumstag
Dr. Ulrich Weitz l Sonntag l 18.05.2025 l kostenlos
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Der Erfolgsautor Eduard Fuchs und seine Frau Margarete, eine jüdische Kunsthandwerkerin, hatten den gemeinsamen Traum, der Stadt Stuttgart und später Berlin ihre Mies van der Rohe-Villa mit einem 1928 errichteten Galerieanbau sowie den Skulpturengarten und ihre umfangreiche Kunstsammlung als Stiftung „Das Haus eines Sammlers“ zu vermachen.
Die Staatsgalerie nimmt den Internationalen Museumstag 2025 zum Anlass, an das Schicksal des Schriftstellers und Kunstsammlers Eduard Fuchs (1870-1940) zu erinnern.
Der in Göppingen geborene Kulturwissenschaftler musste als Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands bereits Ende Februar 1933 ins Exil fliehen. Die durch die Verfolgung der Nationalsozialisten ausgelöste finanzielle Notlage (Sein Vermögen wurde beschlagnahmt, alle Bücher verboten und einige verbrannt), zwang Fuchs zur Versteigerung seiner umfangreichen Kunstsammlung. Eines dieser unfreiwillig veräußerten Kunstwerke befand sich bis Oktober 2024 im Besitz der Staatsgalerie. Das Land Baden-Württemberg restituierte das Triptychon „Der verlorene Sohn“ von Max Slevogt (ehemals Inv. Nr. 2588-2590) an die Erbengemeinschaft nach Eduard Fuchs.
In kurzen Impulsvorträgen und einem Podiumsgespräch beleuchtet die Provenienzforscherin der Staatsgalerie Johanna Poltermann gemeinsam mit dem Fuchs-Biografen und Forscher Dr. Ulrich Weitz und der Provenienzforscherin Laura Vollmers (Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern) das Leben des Sammlers Eduard Fuchs.
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Treffpunkt: 13.45 Uhr
Foyer Neue Staatsgalerie
Stuttgart, Konrad-Adenauer-
Straße 30-32
Die Veranstaltung findet im
Metzler-Saal (Altbau) statt.